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Weltbürger Juden in Berlin
Weltbürger Juden in Berlin - 2,5 - 8 Stunden
Jüdisches Leben - Standard Tour
Der Rundgang beginnt in der Rosenstraße. Hier stand die erste Synagoge der jüdischen Gemeinde, die von den Nazis als Sammelstelle für jüdische Ehegatten während der „Fabrikaktion“ 1943 genutzt wurde. Die nichtjüdischen Ehefrauen protestierten und erreichten die Freilassung ihrer Ehemänner.
Die nächste Station ist der Hof der Blindenwerkstatt von Otto Weidt, der jüdische Arbeiter beschäftigte und viele vor der Deportation rettete. Nebenan befinden sich die Hackeschen Höfe, die nach der Rückübertragung an den früheren jüdischen Eigentümer restauriert wurden.
Weiter geht es zur Großen Hamburger Straße, wo sich der älteste jüdische Friedhof Berlins befand, der 1943 zerstört wurde. Eine Kopie des Grabsteins von Moses Mendelssohn erinnert an dessen Leben. In der Nähe war ein jüdisches Altersheim, das ebenfalls als Sammelstelle für Deportationen diente.
Der Rundgang führt zur jüdischen Schule und zur Auguststraße, wo sich der jüdische Kindergarten und die jüdische Frauenorganisation „AHAWA“ befanden. In der Tucholskystraße hat sich die orthodoxe Gemeinde „Adass Isroel“ niedergelassen. Am Haus der Jüdischen Wissenschaften erfahren Besucher mehr über den Rabbiner Leo Beck.
Der Rundgang endet an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße, dem Zentrum für jüdisches Leben und Tradition. Das angeschlossene Centrum Judaicum bietet die Möglichkeit, das jüdische Erbe zu vertiefen.

Jüdisches Leben - Erweiterte Tour
Die jüdische Tour lässt sich erweitern mit dem Besuch des Jüdischen Museums (ca. 1 1/2 Stunden) sowie einer Fahrt über den Potsdamer Platz, an dem viele jüdische Künstler und Verleger in den 20er Jahren tätig waren.
Im Bayerischen Viertel, in dem ca. 16.000 bürgerliche Berliner Juden lebten, befindet sich heute ein Denkmal, das an die Ausgrenzung und Entrechtung der Juden erinnert. Eine Ausstellung im Rathaus Schöneberg erinnert an die früheren Bewohner, darunter prominente jüdische Mitbürger wie Albert Einstein und Billy Wilder. Hier gibt es auch einen Raum, der an John F. Kennedys berühmte Rede am 26. Juni 1963 erinnert.
Der Kurfürstendamm erinnert an jüdische Künstler, Musiker und Theaterregisseure, die vor allem die wilden 20er Jahre prägten.
Der Besuch von Gleis 17 an der S-Bahn-Station Grunewald, von wo aus Berliner Juden in die Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager transportiert wurden, umfasst vier Mahnmale. Der Besuch lässt sich gut mit einer Tour zum Haus der Wannseekonferenz (ca. 1 1/2 Stunden) kombinieren. Der Besuch dieser beiden Gedenkstätten dauert insgesamt etwa einen halben Tag und ist auch im Rahmen einer Tagestour nach Potsdam sinnvoll.